Robin-Pascal Stalica (19) zum Direktkandidaten der FDP Schaumburg gewählt

Robin Pascal Stalica ist zum Direktkandidaten der FDP für den Wahlkreis 36 bei der Landtagswahl 2022 gewählt worden. Der Stadthäger siegte nach Kampfabstimmung im Hotel Esplanade in Bad Nenndorf gegen Ralf Lesano aus Nienstädt.

Stalica ist 19 Jahre alt, geht noch zur Schule und arbeitet ehrenamtlich beim Arbeiter-Samariter-Bund. Innerhalb der Kreis-FDP ist er für die Social-Media-Kanäle zuständig. Stalica betonte die Bedeutung der Liberalen für die junge Bevölkerung. Dies habe die Auswertung des Ergebnisses der Bundestagswahl gezeigt.

Kenntnisse aus erster Hand in Sachen Schule

Der Stadthäger verwies auf seine Kenntnisse aus erster Hand im Bereich Schulalltag. Eine technisch einwandfreie, moderne Infrastruktur der Lehreinrichtungen sei unerlässlich. Auch der Ausbau des Glasfasernetzes sei ihm ein wichtiges Anliegen. „Hier in Schaumburg ist die konsequente Digitalisierung eine Chance, die es zu nutzen gilt“, sagte Stalica.

Er sei überzeugt, mit seinem Einsatz „wichtige Stimmen“ für die FDP holen zu können. Stalica will aber nicht nur die Jugend, sondern alle Bewohner des Landkreises repräsentieren und für alle ansprechbar sein. Sein Ziel sei es, als Schaumburger Abgeordneter wahrgenommen werden.

Gegenkandidat: wichtiges Thema Kinder- und Jugendschutz

Lesano kommt aus Nienstädt, ist 41 Jahre alt, dreifacher Vater und verheiratet. Bei Lesano handle es sich um ein bewusst gewähltes Pseudonym, um Privates und Politisches voneinander zu trennen. Der gelernte Koch, der aktuell im Veterinäramt tätig ist, nannte Kinder- und Jugendschutz als ein wichtiges Thema seiner Arbeit. Ferner tritt Lesano für Gleichberechtigung ein, womit er auch eine Gleichstellung unabhängig von der sexuellen Orientierung meint. Des Weiteren liegen ihm Tierschutz und die Stärkung des ländlichen Raums am Herzen.

Die Veranstaltung war von beinahe familiärer Atmosphäre unter den Freien Demokraten bestimmt. Beide Kandidaten erklärten sich bereit, den jeweils anderen im Wahlkampf zu unterstützen, sollten sie bei der Abstimmung unterliegen.

Nach Bekanntgabe des Ergebnisses – die Stimmverteilung blieb intern – applaudierte Lesano denn auch ohne Anzeichen von Groll. Zuvor hatte er bereits die größere Expertise seines Mitbewerbers im Bereich Bildung und Digitalisierung eingestanden. Stalica bedankte sich für das Vertrauen.